Goethes Gartenhaus im Park an der IlmGoethe und Schiller Statue vor dem Nationaltheater in WeimarWeihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz
Johann Wolfgang von Goethe


Herzog Carl August


Johann Gottfried Herder


Johann Christoph Friedrich von Schiller
 
 
 

Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und lebte, nachdem er einige Studienjahre in Straßburg und Leipzig verbracht, und 1771 eine Kanzlei in Frankfurt am Main eröffnet hatte, ab 1775 in Weimar. Der dortige, erst 18 Jahre alte Herzog, Carl August, hatte ihn eingeladen, die Musenstadt zu besuchen.
Zu dieser Zeit lebten in Weimar bereits geisteswissenschaftliche Persönlichkeiten, wie z.B. Christoph Martin Wieland, den die Herzogin Anna Amalia zur Erziehung ihres Sohnes engagiert hatte, die Schriftsteller Knebel und Bertuch, sowie die Komponisten Einsiedel und Seckendorff.

Obwohl Goethe anfänglich Zweifel hegte, und nicht plante, sein ganzes Leben in Weimar zu verbringen, überzeugte ihn das künstlerisch-wissenschaftliche Leben in der sächsischen Residenzstadt, sich dort vorerst niederzulassen.
Am Hof der Herzogin Amalie lernte Goethe die Hofdame Charlotte von Stein kennen. Diese, unglücklich verheiratet mit dem herzoglichen Stallmeister, entwickelte eine innige Beziehung zu Goethe. Sie schrieben sich insgesamt über 1500 Briefe.

Goethe stieg schnell zum hohen Staatsbeamten auf (1776 Geheimer Legationsrat, 1779 Geheimer Rat, 1782 Leiter der Finanzkammer) und sorgte dafür, dass sich Kunst und Wissenschaft ständig weiterentwickeln konnten. Als Anerkennung seiner Verdienste übergab ihm der Herzog 1782 das Haus am Frauenplan, welches heute als "Goethe Wohnhaus" bekannt ist, und als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

In jener Zeit begann Goethe, sich intensiv mit den Naturwissenschaften zu beschäftigen. Sein Interesse war bereits vorhanden, seit er die Oberaufsicht über den Ilmenauer Bergbau übernommen hatte, doch nun führte er eigene Studien durch, bei denen er u.a. den Zwischenkieferknochen am menschlichen Schädel entdeckte und eigene Theorien über die pflanzliche Entwicklung aufstellte.

Im Jahre 1786 brach Goethe zu einer Erholungs- und Bildungsreise nach Italien auf. Er konnte dem Druck, der von den vielen Verpflichtungen der höfischen Ämter ausging, nicht mehr standhalten, obwohl ihn Freundschaften zu Johann Gottfried Herder und Charlotte von Stein eigentlich hätten stärken sollen.

Als er 1788 aus Italien zurückkehrte übernahm Goethe die Leitung des "Freien-Zeichen-Institutes", da er sich auf seiner Italienreise viel mit Kunst beschäftigt, und einige berühmte Maler in Rom und Venedig kennengelernt hatte. Außerdem wurde er 1792 Generalintendant des "Hoftheaters", welches sich unter seiner Leitung zu einem der angesehensten der deutschsprachigen Bühne entwickelte.

Kurz darauf lernte er seine spätere Frau, Christiane Vulpius, kennen und lieben. Die Beziehung zu der in ärmlichen Verhältnissen lebenden Vollwaisen stieß in der höfischen Gesellschaft auf herbe Kritik und trübte vorübergehend auch seine Beziehung zu Charlotte von Stein.

Zur gleichen Zeit freundete sich Goethe mit Friedrich von Schiller an. Diesen hatte er 1788 in Rudolstadt getroffen und ihm eine Professur in Jena vermittelt. Als die beiden sich dann häufiger in Jena trafen, entdeckten sie bei einem Gespräch über Urpflanzen ihre gemeinsamen Interessen. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit (z.B. ab 1794 Schillers Zeitschrift "Die Horen"), die regen schriftlichen Verkehr zwischen beiden hervorbrachte. Schließlich übersiedelte Schiller 1799 ganz nach Weimar, wo Goethe und er in regelmäßigen Treffen ihre Werke besprachen und sich gegenseitig berieten. Diese Zeit ist in die Literatur als "Weimarer Klassik" eingegangen.

Durch die Niederlage Napoleons bei Waterloo wurde Sachsen-Weimar-Eisennach Grossherzogstum. Goethe erhielt die Leitung über sämtliche Kulturinstitute des Herzogtums und wurde Staatsminister. Nach 23 Jahren erschien 1831 der zweite Teil des Dramas "Faust". Es war das letzte Werk, welches Goethe beendete . Er starb am 22. März 1832 nach einer kurzen Erkrankung in Weimar. Seine sterbliche Überreste wurden am 26. März in der Fürstengruft beigesetzt.

 
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