Goethes Gartenhaus im Park an der IlmGoethe und Schiller Statue vor dem Nationaltheater in WeimarWeihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz
Johann Wolfgang von Goethe


Herzog Carl August


Johann Gottfried Herder


Johann Christoph Friedrich von Schiller
 
 
 

Goethe und Schiller Statue vor dem Nationaltheater in WeimarGoethe und Schiller waren sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Goethe hatte nie äußere Not gelitten, Schiller dagegen mußte durch Geldsorgen und Krankheit viele Schwierigkeiten bewältigen. Wenn Goethe dichtete oder wissenschaftlich arbeitete, mußte er alles sehen und empfinden können. Er war ein Realist. Schiller dagegen beschäftigte sich lieber mit theoretischen Begriffen wie z.B. Schönheit oder Menschenliebe. Aus diesem Grund ist Schillers Sprache auch nicht so natürlich wie die Goethes, sondern teilweise künstlich und pathetisch.

Trotz dieser Gegensätze entstand zwischen beiden Dichtern eine intensive Freundschaft, die sehr durch starken mündlichen und schriftlichen Gedankenaustausch geprägt war. Beide profitierten voneinander, denn Goethe konnte Schillers Drang zum Extremen und seine Tendenz zu philosophischen Spekulationen mäßigen, während Schiller im Gegenzug Goethe von seinen naturwissenschaftlichen Studien wieder mehr zur Dichtung zog.

Das Jahr 1797 ist als das "Balladenjahr" in die Geschichte eingegangen. Goethe und Schiller dichteten in einer Art Wettstreit einige ihrer schönsten Balladen, wie z.B. "der Handschuh", "der Ring des Polykrates" oder "der Zauberlehrling". Schiller veröffentlichte einige davon in seinem "Muselalmanach"

Als Schiller 1799 nach Weimar zog, wurden beide durch die gegenseitige Freundschaft wieder zum Dichten angeregt. Schiller ermunterte Goethe, endlich den ersten Teil des Faust abzuschließen, während Goethe Schiller bei verschiedenen Balladen unterstützte.

Nach einigen Jahren ging es den beiden großen Dichtern immer schlechter. Besonders Schiller hatte unter seinen Lungenproblemen zu leiden. Deshalb nahmen die Gespräche und Briefwechsel der beiden immer mehr ab und endeten schließlich mit Schillers Tod im Jahre 1805. Goethe sagte einmal, dass er mit Schiller "die Hälfte seines Daseins verloren habe".

 
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