|
Goethe
lebte in dem barocken Haus am Frauenplan fast 50 Jahre. Zunächst
von Carl August zur Nutzung übergeben,
bewohnte er es mit seiner Lebensgefährtin Christiane und dem Sohn
August einige Jahre, bis es ihm 1794 sogar zum Geschenk gemacht
wurde.
Goethe nahm einige Veränderungen vor, u.a. ließ er ein
geräumiges Treppenhaus nach palladianischem Vorbild,
und ein Brückenzimmer einbauen, welches das Vorder-
und Hinterhaus verband.
Weiterhin sorgte er für einen neuen Anstrich der Innenwände,
da er seine Studien zur "sinnlich-sittlichen Farbgebung"
anwenden wollte. Das
Haus war groß genug um seinen umfangreichen Sammlungen genügend
Platz zu bieten, die bei seinem Tod mehr als 50000 Exponate aus
Kunst und Naturwissenschaft umfaßten.
Nach seinem Tod blieb das Haus bis 1885 in Familienbesitz,
als aber der letzte Enkel Goethes gestorben war, wurde es zum Goethe
Nationalmuseum gewandelt. Und dieses ist es bis heute geblieben.
|